Partnerschulen/Partnerzentren des Wintersports: Tagung der Projektkoordinatoren

Hochrangige Vertreter aus Schule und Sport trafen sich zur diesjährigen Schuljahrestagung für PZW (Partnerzentren des Wintersports) Projektkoordinatoren im Gymnasium Tegernsee

Herr Dr. Oberholzner, Direktor des gastgebenden Gymnasiums Tegernsee begrüßte 50 Verantwortliche, darunter zahlreiche Trainer und Lehrer, zur diesjährigen Tagung der Koordinatoren des Projekts Partnerschulen des Wintersports in Tegernsee. Stolz berichtet er über die sportlichen Erfolge, die seine Schüler in der Vergangenheit erringen konnten. Die prominenteste darunter ist sicherlich Riesenslalom Olympiasiegerin Victoria Rebensburg, die vor ihrem Wechsel an die CJD Berchtesgaden Schülerin des Gymnasiums Tegernsee, einer Partnerschule des Wintersports, war.

Sportliche und schulische Förderung
Das sog. PZW-Modell zeichnet sich durch eine heimatortnahe besondere sportliche wie auch schulische Förderung der Wintersport-Talente an 32 Partnerschulen des Wintersports in 11 Partnerzentren des Wintersports (PZW) in ganz Bayern in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 aus. Die besten Ski-, Eis- und Kufensportler in Bayern legen hier die Grundlage für ihre Sportkarriere, bevor sie ab der Jahrgangsstufe 9 zur noch intensiveren Förderung an die Eliteschulen des Sports in Oberstdorf oder Berchtesgaden wechseln können.

Eindrucksvolle Ergebnisse
Leonhard Baur, Projektverantwortlicher seitens des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, lobte in seiner Präsentation der jährlich durchgeführten schulischen Evaluation die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen den Partnerschulen und dem Wintersport und regt an, diese Zusammenarbeit ggf. durch zusätzliche sportliche Angebote in Kooperation mit den örtlichen Wintersportvereinen im Rahmen der schulischen Ganztagsbetreuung weiter zu vertiefen. Auch hinsichtlich der schulischen Leistungen der Nachwuchsathleten waren die Ergebnisse der Evaluation sehr positiv: "Die Ergebnisse der schulischen Evaluation zeigen eindrucksvoll, dass es an den Partnerschulen des Wintersports gelingt, durch verschiedene schulorganisatorische Maßnahmen und zielgerichteten Nachführunterricht die Doppelbelastung durch Schule und Sport zu kompensieren. Hierfür danke ich den engagierten Lehrkräften an den Partnerschulen des Wintersports."

Zufriedenheit über Entwicklung im Projekt
Auch Wolfgang Weißmüller, Projektverantwortlicher seitens der Sportverbände und Koordinator Leistungssport im Bayerischen Skiverband (BSV), zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Entwicklung im Projekt: "Durch eine konsequente Überprüfung der sportlichen Eignung sichern wir die Qualität im Projekt und sorgen dafür, dass die Förderung auch den größten Talenten zu Gute kommt." In seinem Vortrag berichtet er zudem über eine durchgängige Schulsportkonzeption innerhalb des BSV. Mit den Projekten „Schnee Kinderleicht" und "Auf die Plätze, fertig, ...Ski!" wird in Kindergärten und Grundschulen der Unterbau für das PZW Projekt gelegt.

Bundesweit die Nummer eins
"BSV - eine starke Marke in ganz Bayern" - unter diesem Motto präsentierte der Geschäftsführer des BSV, Klaus Rambach, die positive Entwicklung im Bayerischen Skiverband. Erstmalig gelang es dem BSV, in allen acht olympischen Disziplinen bundesweit die Nummer eins zu sein.

Wissenswertes für den Lehrer- und Traineralltag
Der externe Referent Dipl. Psych. Thomas Ritthaler von der TU München gab in einem interaktiven Vortrag den Teilnehmern der Tagung wissenswertes zum Thema "Versagensängste und Nervosität im Spannungsfeld Schule und Leistungssport" für den Lehrer- und Traineralltag mit auf den Weg.

Workshops
Um die Qualität des erfolgreichen Projektes weiter zu erhöhen, wurde am Nachmittag in zwei Workshops an einer Weiterentwicklung des Projekts gearbeitet. So wurde in der Arbeitsgruppe "Sport", bestehend aus Sportlehrern und Stützpunkttrainern, beispielsweise der Sporteignungstest überarbeitet. Der Sporteignungstest dient als Aufnahmekriterium für Schüler in die 5. Klasse. Die Arbeitsgruppe "Schule" diskutierte intensiv über eine weitere Verbesserung der schulischen Fördermöglichkeiten der Wintersporttalente insb. durch eine Ausweitung der online-basierten Nachführmaßnahmen und Hilfssysteme für Wintersporttalente mit hohen wettkampfbedingten schulischen Fehlzeiten.