Aufnahmetest der Partnerschulen des Wintersports in Inzell - 51 Schüler absolvierten sportmotorischen Test - gute Ergebnisse

Inzell (hw) – Wie jedes Jahr stand nun am Ludwig Schwabl Sportpark in der Turnhalle und in der Max Aicher Arena in Inzell der schon obligatorische sportmotorische Test auf dem Programm. Federführend war diesmal das Chiemgau Gymnasium Traunstein in Person von Maria Beil. Für sportliche Kinder, die im kommenden Schuljahr an eine Schule der „Partnerzentren des Wintersports“ (kurz PZW) wechseln wollen, dient diese Ableistung der verschiedenen Übungen als Grundlage für die Aufnahme an solchen Schulen. Sinn und Zweck des PZW ist es dabei, Wintersporttalente in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 heimatnah in den regionalen bayerischen Trainingszentren zu fördern, indem schulische und sportliche Ansprüche in Einklang gebracht und dabei besonders aufeinander abgestimmt werden.

In Inzell stellten sich nun 51 Kinder der Jahrgänge 2006 bis 2008 den verschiedenen sportlichen Anforderungen. Insgesamt mussten neun Stationen durchlaufen werden von Schnelligkeit über Kraft bis zur Ausdauerübung mit dem 1000m Lauf. Die Kinder legten sich mächtig ins Zeug und es gab teilweise erstklassige Leistungen. Auf dem Programm standen ein 30m Sprint, Beweglichkeits-, Gleichgewichts-, und Sprungübungen, Liege-, und Ellbogenstütz, ein Gewandtheitslauf und zum Abschluss der 1000m Lauf in der Max Aicher Arena. Das war für die Kinder dann doch etwas Besonderes, denn man hat als Nichteisschnellläufer nicht oft die Gelegenheit, in einer der modernsten Eisschnelllaufhallen der Welt zu laufen. Hierfür ein großer Dank an die Stadionleitung im Eisstadion für die Zurverfügungstellung der Halle und der Unterstützung bei der Durchführung.

Starke Ergebnisse der Kinder

Bei den neun verschiedenen Übungen war die Voraussetzung zum Bestehen und zur Aufnahme als PZW Kind, dass mindestens sieben der insgesamt neun Übungen in den vorgegebenen Leistungen geschafft wurden. Besonders hervorzuheben sind dabei die Ergebnisse von Skispringer/Nordisch Kombinierer Mario Linner, der insgesamt acht Aufgaben mit sehr gut bewältigte, sowie Eisschnellläufer Leo Huber, der sieben Übungen mit überdurchschnittlich absolvierte. Ebenfalls ausgezeichnet waren die Alpinen Moritz Siemssen, Fion Fuchs, Snowboarder Niklas Springl und Skispringer/NK Haile Göpfert die jeweils sechs Übungen mit sehr gut absolvierten. Zwölf Kinder schafften es auf fünf sehr gute Leistungen. Insgesamt waren die absolvierten Übungen aller Kinder bis auf eine Schülerin über dem Durchschnitt und spiegelt somit auch die gute Arbeit der Trainer in den jeweiligen Vereinen wider. Generell ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Ergebnisse gegenüber den Anfangsjahren klar erkennbar.

Verantwortlich für die Durchführung des diesjährigen PZW Tests war das PZW Traunstein (Chiemgaugymnasium) in Person von Maria Beil in Zusammenarbeit mit der PZW Leitung Berchtesgaden. Hierbei auch ein großer Dank an die Eltern, die bei der Abwicklung an den jeweiligen Stationen mit eingebunden wurden, die Messungen durchführten und sich als Riegenführer zur Verfügung stellten. Nachdem der sportliche Teil mit dem Test und den Ergebnissen im Winter abgeschlossen ist, steht es den Kindern/Eltern offen, welche PZW Schule sie im nächsten Schuljahr besuchen wollen. Zur Auswahl stehen die Reiffenstuel Realschule und das Chiemgau Gymnasium in Traunstein, die Mittelschule Ruhpolding, das
staatliche Landschulheim und die Achental-Realschule in Marquartstein sowie die CJD Christophorusschulen in Berchtesgaden.

Sollte nun ein Kind das Angebot einer Partnerschule des Wintersports annehmen, heißt das konkret, dass Trainings- und Unterrichtszeiten, Wettkampf- und Prüfungstermine aufeinander abgestimmt werden. Unterricht, der aufgrund von Trainings- und Wettkampfmaßnahmen versäumt wurde, wird nachgeholt und dazu werden auch Nachhilfestunden angeboten. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen abgesteckt sind, um ambitionierten sportlichen Nachwuchstalenten den bereits eingeschlagenen Weg nicht zu verbauen.

Bild Linner (re. u.): Kombinierer Mario Linner vom SC Ruhpolding war der herausragende Schüler beim PZW Test in Inzell. Von insgesamt neun Übungen (hier der Geschicklichkeitsparcours, bei dem Eisschnelllauftrainer Sebastian Kaiser die Zeit stoppt)) absolvierte er acht mit überdurchschnittlich.

Bild Seitsprünge: 45 Sekunden Zeit hatten die Kinder, um möglichst viele Seitsprünge über die Hürde zu machen. Das war natürlich gegen Ende ganz schön anstrengend. Hier versuchten sich Niklas Thaller (li. Ski Aplin) und der Langläufer Luca Puchinger vom WSV Bischofswiesen.

Bild 1000m Lauf: Der 1000m Lauf wurde auf der Tartanbahn in der Max Aicher Arena durchgeführt und war für die Kinder natürlich etwas Besonderes, denn dort hat man nicht oft die Gelegenheit zu laufen. Es gab spannende Positionskämpfe bis zum Schluss auch wenn hier Langläufer Kilian Robl vom WSV Bischofswiesen vor dem Nordisch Kombinierer Haile Göpfert vom WSV Reit im Winkl und Kilian Pfaffinger (Langlauf) noch in Führung liegt.

Bild Dehnen: Bei einer Station wurde genau die Dehnungsfähigkeit der Schüler im Rahmen des Sportmotorischen Tests bei der PZW Überprüfung in der Inzeller Sporthalle überprüfte. Langläuferin Theresa Plenk zeigte hier ihr Können.

Bild: 
Impressionen - Sportmotorischer Aufnahmetest