Aufnahmetest der Partnerschulen des Wintersports in Inzell

45 Schüler absolvierten den sportmotorischen Test für die Aufnahme zum PZW Inzell (hw)
Wie bereits in den letzten Jahren stand nun am Ludwig Schwabl Sportpark rund um die Max Aicher Arena in Inzell wieder der schon obligatorische sportmotorische Test auf dem Programm - nur in diesem Jahr etwas früher wegen der Osterferien. Für sportliche Kinder, die im kommenden Schuljahr an eine Schule der „Partnerzentren des Wintersports“ (kurz PZW) wechseln wollen, dient diese Ableistung der verschiedenen Übungen als Grundlage für die Aufnahme an solchen Schulen. Sinn und Zweck des PZW ist es dabei, Wintersporttalente in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 heimatnah in den regionalen bayerischen Trainingszentren zu fördern, indems chulische und sportliche Ansprüche in Einklang gebracht und dabei besonders aufeinander abgestimmt werden.

45 Schüler absolvierten die Übungen
In Inzell stellten sich nun 45 Kinder der Jahrgänge 2005bis 2007 den verschiedenen sportlichen Anforderungen. Insgesamt mussten neun Stationen bewältigt werden, von Schnelligkeit über Kraft bis zur Ausdauerübung mit dem abschließenden 1000-m-Lauf, und dabei gab es teilweise erstklassige Leistungen. Viele verschiedene Übungen mussten absolviert werden, darunter ein 30-m-Sprint, Beweglichkeits-, Gleichgewichts-, und Sprungübungen, Liege-und Ellbogenstütz, ein Gewandtheitslauf und am Ende der 1000-m-Lauf in der Max Aicher Arena. Das war für die Kinder dann doch etwas Besonderes, denn man hat als Nichteisschnellläufer nicht oft die Gelegenheit, in einer der modernsten Eisschnelllaufhallen der Welt zu laufen. War es in den letzten Jahren immer regnerisch und kalt, so waren es in diesem Jahr pure Temperaturgegensätze. Im Freien mit fast 25° C fast zu warm zum Laufen, gab es in der Halle Temperaturen von ca. 12° C, so dass die Kinder letztendlich schneller laufen mussten, um nicht zu frieren. Ein großer Dank an die Stadionleitung im Eisstadion für die Zurverfügungstellung der Halle und der Unterstützung bei der Durchführung, besonders durch Stützpunkttrainer Markus Eicher.

Starke Ergebnisse der Kinder
Bei den neun verschiedenen Übungen war die Voraussetzung zum Bestehen und zur Aufnahme als PZW-Kind, dass mindestens sieben in den vorgegebenen Leistungen absolviert wurden. Besonders hervorzuheben sind dabei die Ergebnisse von Anna Graßl, die 7 Aufgaben mit "sehr gut" bewältigte, sowie sonstige gute Leistungen von Michael Steinbeisser, Timo Grill und Maxi Kaltenhäuser, die sechs Übungen sehr gut bestanden. Insgesamt waren die absolvierten Übungen fast aller Kinder über dem Durchschnitt und das spiegelt somit auch die gute Arbeit der Trainer in den jeweiligen Vereinen wider. Generell ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Ergebnisse klar erkennbar. Für die Abwicklung und Durchführung des Tests war 2017 die Achental-Realschule Marquartstein in Person von Hildegard Stephan und Christian Frank, das Staatliche Landschulheim Marquartstein mit Stefan Kühnel und die PZW-Leitung Berchtesgaden verantwortlich. Auch die PZW-Beauftragte Marga Lehrberger vom Chiemgau Gymnasium Traunstein war vor Ort und machte sich ein Bild vom Leistungsstand der Schüler. Hierbei auch ein Dank an die Eltern, die bei der Abwicklung an den jeweiligen Stationen mit eingebunden wurden und die Messungen perfekt durchführten. Nachdem der sportliche Teil mit dem Test und den Ergebnissen im Winter abgeschlossen ist, steht es den Kindern/Eltern offen, welche PZW-Schule sie im nächsten Schuljahr besuchen wollen. Zur Auswahl stehen die Reiffenstuel Realschule und das Chiemgau Gymnasium in Traunstein, die Mittelschule Ruhpolding, das staatliche Landschulheim und die Achental-Realschule in Marquartstein sowie die CJD Christophorusschulen in Berchtesgaden. Sollte nun ein Kind das Angebot einer Partnerschule des Wintersports annehmen, heißt das konkret, dass Trainings- und Unterrichtszeiten, Wettkampf- und Prüfungstermine aufeinander abgestimmt werden. Unterricht, der aufgrund von Trainings- und Wettkampfmaßnahmen versäumt wurde, wird nachgeholt und dazu werden auch Nachhilfestunden angeboten.Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen abgesteckt sind, um ambitionierten sportlichen Nachwuchstalenten den bereits eingeschlagenen Weg nicht zu verbauen.

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45 Schüler absolvierten die Übungen