Chiemgauer Schulen dominieren bei „Jugend trainiert für Olympia“

Im Bundesfinale 2014 siegte das Chiemgau-Gymnasium, die Achental-Realschule belegte Platz 2.

Beim 14. Bundesfinale im Rahmen von "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics" kämpften 102 Mannschaften aus 15 Bundesländern in den Disziplinen Ski alpin, Ski Langlauf und Skisprung um die Stockerlplätze.

Aus dem Chiemgau hatte sich als bayerischer Landessieger die Achental-Realschule mit einer Mixed-Staffel (Scheck Lena, Hartl Lena, Moser Lisa, Mayer Andreas, Hobmaier Andreas und Kanngießer Finn) und das Chiemgau-Gymnasium mit einer Jungenmannschaft (Müller Christoph, Lehrberger Simon, Stasswender Philipp, Mortier Florian, Spannring Marco, Schardt Robert und Hartl Lukas) qualifiziert. Der Sieger innerhalb der verschiedenen Wettkampfklassen wird in zwei Wettkämpfen ermittelt, einem Techniksprint und einer Staffel, wobei jeweils die Mannschaftsergebnisse addiert werden. Bei der Anfahrt in das gut 900m hoch gelegene Schonach im Schwarzwald schwanden die Hoffnungen auf Wettkämpfe im Schnee: Der unter Langläufern bekannte Ausspruch "Wo ist Behle" kann in diesem Jahr getrost in "Wo liegt noch Schnee" umgemünzt werden. Trotz der widrigen Verhältnisse schafften es die Ausrichter im verbliebenen, schneebedeckten Teil des Weltcup-Areals einen sehr anspruchsvollen Technikparcours einzurichten. Slalomstangen, Schlupftore, Achter- und Bogentreten - selbst für eine kleine Schanze wurde ausreichend Schnee zusammengekratzt. Die vermeintlich unterschiedlichen Teams aus dem Chiemgau schmolzen bereits im Landesfinale zu einer Einheit, so dass nicht mehr von der einen oder der anderen Schule, sondern von "uns" und "wir" gesprochen wurde. Diese Einheit erleichterte insbesondere den Wachsern Irmi Scheck (WSV Aschau) und Jörg Müller (SC Ruhpolding) die durchaus sehr aufwändige Arbeit. Es wurde zusammen gewachst, Fachwissen ausgetauscht, Schüler halfen sich gegenseitig und gaben sich gegenseitig Tipps für den anstehenden Technikparcours. So ist es nicht verwunderlich, dass beide Mannschaften beim ersten Wettkampftag mit tollen Ergebnissen aufwarten können: Die Jungs vom Chiemgau-Gymnasium (CHG) führten mit Rang eins ihre Klasse an, die Mixedmannschaft der Achental-Realschule belegte Rang zwei vor der Eliteschule des Wintersportsports Oberwiesenthal.
Am zweiten Wettkampftag hofften die Schüler mit ihren Staffel die Leistungen des Vortages halten zu können. Der zweite Platz der Achental-Realschule war gefährdet, da die Ränge 2 bis 6 sehr geringe Zeitabstände aufwiesen. Während des Staffelwettkampfs wurden die Platzierungen durcheinander gewirbelt, so dass am Ende ein vierter Rang in der Staffel erreicht wurde. Aufgrund der Vorleistung im Technikparcours und der verschiedenen Staffelleistungen der anderen Bundesländer erreichte die Mixed-Mannschaft den sehr guten zweiten Rang in der Gesamtwertung.
Die Jungs vom CHG gingen zielstrebig und konzentriert ans Werk und spielten ihre läuferische Klasse aus, so dass ihnen mit einem ersten Platz in der Staffel der Sieg im Bundesfinale verdient zugesprochen werden konnte. Die tollen Leistungen beider Teams basieren nicht zuletzt auf dem Engagement der Heimtrainer der verschiedenen Langlaufvereine im Chiem- und Inngau und dem Geschick der beiden Wachser Irmi Scheck und Jörg Müller.