Von der Schulbank direkt nach Sotschi (Pressemitteilung StMUK Nr. 019 vom 23.01.2014)

Vier bayerische Schülerinnen und Schüler fahren im deutschen Nationalteam zu Olympia.
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: "Nominierungen zeigen sehr erfolgreiche Arbeit der Partnerschulen des Wintersports in Bayern" - Neuer Vertrag baut Zusammenarbeit von Schule und Nachwuchsleistungssport weiter aus

MÜNCHEN. Vier bayerische Schülerinnen und Schüler fahren im Team der deutschen Nationalmannschaft nach Sotschi. Katharina Althaus, Gianina Ernst, Andreas Wellinger (alle Skispringen) und Lisa Zimmermann (Ski Freestyle) sind Teil des heute vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die Olympischen Winterspiele nominierten Nationalteams.

Die vier Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit noch eine der beiden Eliteschulen des Wintersports in Bayern, das Gertrud-von-le-Fort Gymnasium Oberstdorf und die CJD Berchtesgaden. Ab dem 7. Februar 2014 werden sie in Sotschi auf Medaillenjagd gehen. „Die Nominierungen zeigen die sehr erfolgreiche Arbeit der Partnerschulen des Wintersports in Bayern“, freute sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Dieser Erfolg wird durch die große Anzahl ehemaliger Schülerinnen und Schüler aus Berchtesgaden und Oberstdorf im deutschen Nationalteam für Olympia 2014 noch unterstrichen. Ihre Namen lesen sich wie das Who-is-Who des deutschen Wintersports. Unter ihnen sind beispielsweise Maria Höfl-Riesch, Victoria Rebensburg, Amelie Kober, Evi Sachenbacher-Stehle, Tobias Angerer, Johannes Rydzek, Severin Freund, Felix Loch und Natalie Geisenberger. Ludwig Spaenle betonte deshalb: „Schon die zurückliegenden Winterolympiaden haben die Leistungsfähigkeit der bayerischen Nachwuchsförderung eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Ein Großteil der deutschen Medaillengewinner kam stets aus Bayern. Schlüssel für diesen Erfolg sind die bayerischen Eliteschulen des Wintersports in Berchtesgaden und Oberstdorf.“

Neuer Vertrag entwickelt System der Partnerschulen des Wintersports weiter

Damit die Medaillengewinner von morgen auch in Zukunft in Bayern optimale Voraussetzungen vorfinden, haben das Bayerische Kultusministerium und der Deutsche sowie der Bayerische Skiverband zum Jahreswechsel eine neue vertragliche Vereinbarung geschlossen, in der sie die weitere Zusammenarbeit im Projekt „Partnerschulen des Wintersports“ verabreden. Kultusminister Ludwig Spaenle unterstreicht: „Wir wollen den erfolgreichen Weg der Partnerschulen des Wintersports in Bayern langfristig und nachhaltig weiter unterstützen. Auch deshalb erstreckt sich die Mindestlaufzeit des neuen Vertrags über die kommenden beiden Olympiazyklen hinweg bis zum Schuljahr 2020/2021.“
Auch Miriam Vogt, Präsidentin des Bayerischen Skiverbands und Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbands, zeigte sich angesichts der Unterzeichnung erfreut: „Mit der Vertragsunterzeichnung nehmen der Bayerische Skiverband und der Deutsche Skiverband ihre federführende Funktion im Projekt der Partnerzentren des Wintersports stellvertretend für die bayerischen Wintersportverbände wahr. Der Vertrag ist deshalb sowohl für den Skisport, wie auch für den Eis- und Kufensport von außerordentlicher Bedeutung.“

Berchtesgaden und Oberstdorf als zentrale Eliteschulstandorte

Der nun unterzeichnete Vertrag knüpft inhaltlich an den bereits seit Juli 2008 bestehenden an. Zum einen bezieht der Vertrag alle bayerischen Wintersportregionen durch die Partnerschulen des Wintersports systematisch mit in die Nachwuchsförderung ein. Jungen bayerischen Wintersporttalenten der Jahrgangsstufen 5 bis 8 wird es so ermöglicht, zunächst heimatnah Schule und Leistungssport gut miteinander zu vereinbaren. Zum anderen schärft der Vertrag das Profil der beiden zentralen Eliteschulstandorte in Berchtesgaden und Oberstdorf. Bayern bekennt sich somit einmal mehr sowohl aus schulischer als auch aus leistungssportlicher Sicht zum Konzept, herausragende Talente ab der 9. Jahrgangsstufe an einem Stützpunkt zusammenzubringen und dort gezielt professionell zu fördern.

Kultusminister wünscht Sportlern erfolgreiche Wettkämpfe

Abschließend wünschte Kultusminister Ludwig Spaenle allen deutschen Sportlerinnen und Sportlern erfolgreiche und verletzungsfreie Wettkämpfe: „Als bayerischer Kultusminister drücke ich natürlich vor allem den bayerischen Schülerinnen und Schülern die Daumen. Es ist eine herausragende Auszeichnung, bereits am Anfang der Sportlerkarriere an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen und damit beim bedeutendsten Wintersportereignis der Welt Deutschland und Bayern zu vertreten. Darauf ist ganz Bayern stolz.“